Historie

Isabelle Lancray

Das Leben einer Visionärin

Pferdekutschen, Frauen mit eleganten Hüten, Pariser Flair, aber auch Züge von Soldaten, die durch die Straßen marschierten auf dem Weg in einen ungewissen Krieg, prägten ihr Geburtsjahr: Rosine Gacier, später bekannt als Madame Isabelle Lancray, wurde zum Beginn des 1. Weltkriegs in Frankreich geboren. Hier endete auch eine besondere Ära in Frankreich – die Belle Époque, in der Paris Mittelpunkt Europas war. Eine Zeit, die damals für uneingeschränkten Lebensgenuss und allgemeine gesellschaftliche Sorglosigkeit stand.

Wie aus einer Sehnsucht nach den schönen Dingen des Lebens heraus, nach Jahren voller Entbehrung, entfaltete die junge Rosine zunächst als Journalistin ihre kreative Seite. Der leidenschaftliche Wunsch, ihren Jugendtraum eines eigenen Schönheitssalons im Zentrum von Paris zu verwirklichen, begleitete sie jedoch von jeher.

Der 2. Weltkrieg riss sie, wie viele andere Menschen, abrupt aus ihrem bisherigen Leben. Sie stand nach den Wirren dieser harten Jahre vor dem Nichts – nutzte aber  den Neubeginn als Chance zur Verwirklichung ihrer persönlichen Vision.

Aus dem ersten, elitären Schönheitssalon wurde schnell ein Trainee- und Managementzentrum für Kosmetikerinnen. Aber sie wollte mehr! Mit führenden Experten aus der Kosmetik und Modebranche entwickelte sie 1945 ihre eigene Marke, Isabelle Lancray Paris. Unermüdlich und mit Leidenschaft widmete sie ihr Leben der Schönheitspflege und engagierte sich mit ihrer Wegbegleiterin Helena Rubinstein für mehr Professionalität in der Kosmetik durch die Gründung des französischen Schönheits- und Kosmetikverbands. Damit legte sie den Grundstein für heutige Fachverbände wie IKW und FEBEA.

Madame Lancray verstarb am 12 April 1989 in der Stadt, die sie so sehr liebte...

Ihr Vermächtnis nach nunmehr fast 70 Jahren seit Existenzgründung der Marke: élégance intemporelle!